Aktuelles

Schulforum am 18.06.2021

Seit bald eineinhalb Jahren ist das Thema Corona aus unserem Lebensalltag kaum mehr wegzudenken und natürlich blieb auch das Schulleben davon nicht unangetastet. Neben all den Folgen wie Distanzunterricht, Wechselunterricht, Unterricht mit Masken und Abstand, etc. brachte Corona mit sich. Auch die Vorbereitungen für den Umzug in ein neues Schulgebäude zum Schuljahresstart 2022/23 sind durch Corona anders. Der direkte Kontakt, die fehlende persönliche Begegnung macht es uns als Schulfamilie nicht wirklich einfach, geschlossen dieses riesige Projekt in all seinen Facetten zu begreifen.  

Wir sehen uns als eine große Schulfamilie, die durch verschiedene Säulen getragen wird und durch verschiedene Werte verbunden ist.

Doch welche Werte sind dies genau? Was verbindet uns? Was wollen wir?

Nach einer langen Zeit ohne größere Zusammenkünfte im „Real Life“ nutzten wir die erste Möglichkeit, um uns zu treffen und genau über jene Themen zu sprechen.

Wir? Das sind die Lehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte der Primar- und Sekundarstufe, Vorstand, Vertreter des Aufsichtsrates, Schüler- und Schülerinnenvertreter und die Mitglieder des Elternbeirates.

 

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Nach einem kurzen Grußwort durch die Elternbeiratsvorsitzende Rebecca Schaub und die Schulleiterin Brigitte Wagner wurden alle Teilnehmer gebeten, die drei wichtigsten Werte aufzuschreiben, die uns als Montessori Schulteam auszeichnen und die auch trotz Corona weiterhin präsent sind.

Genannt wurden beispielsweise - teils mehrfach:

  • Wertschätzender Umgang
  • Gegenseitige Unterstützung
  • Teamarbeit von Lehrkräften, Schüler/innen und Eltern
  • Eine schnelle Konsensfindung bei Konflikten
  • Verbundenheit von Schülern UND Lehrkräften
  • Authentizität
  • Spaß und Freude
  • Raum für Kreativität
  • Individualität aller Beteiligten
  • Toleranz
  • Partizipation
  • Nachsicht und Nachsichtigkeit auch und vor allem in Bezug auf Lernen während Corona

Alle Begriffe umschlossen unser Hauptanliegen:

Das Kind ins Zentrum rücken.

 

Schulforum 2021 Bild2

 

Den Kindern wollen wir einen guten Start ins Schulleben ermöglichen. Sie wahrnehmen und sich entfalten lassen. Dafür arbeiten wir, dafür stehen wir. Bereits jetzt und eben auch im neuen Gebäude.

Der Umzug scheint auf der einen Seite noch entfernt, andererseits auch ganz nah. Wir wollen nicht hineinstolpern. Wir wollen diesen Neuanfang nutzen und bestmöglich starten - auch im Hinblick auf unsere innere Haltung.

In gemischten Kleingruppen machten sich je fünf bis sechs Teilnehmer/innen Gedanken zu folgenden drei Fragen:

Welche Werte möchten wir leben? 

Was können wir JETZT schon tun? 

Was wird anders sein als bisher?

 

Je 15 Minuten pro Frage wurde sich ausgetauscht, gesammelt und in Worte gebracht, was den Beteiligten einfiel und wichtig war. Anschließend gingen wir die Ideen und Antworten im Forum gemeinsam durch, fragten nach, erklärten und ergänzten.

Zu der Frage „Welche Werte möchten wir leben?“ kamen viele Punkte, die bereits in der Abfrage erwähnt wurden. Selbständiges Lernen kann nur dann gut erfolgen, wenn Rahmenbedingungen wie Ehrlichkeit, Rücksicht, Offenheit und Respekt vorherrschen, wenn man sich gegenseitig unterstützt und jedes Individuum gesehen und geachtet wird. Mit Begeisterung und Freude lernen, Motivation erfahren und motivierend und hilfsbereit anderen begegnen, das wünschen wir uns.

Den Kindern ein Bewusstsein mitgeben, was Wertschätzung bedeutet: die Welt, die Menschen und Lebewesen, ja die gesamte Schöpfung und ihre Ressourcen im Blick haben. Alltagskompetenz erwerben. Kontinuität erfahren und dadurch auch lernen, Widerstände zu überwinden.

Weiterzumachen, auch wenn es schwierig wird, nicht zu schnell aufzugeben. Sich selbst Ziele stecken und diese zu verfolgen. Ein Gefühl zu entwickeln, was es heißt, Selbstverantwortung zu übernehmen und zu spüren, welche Auswirkungen das eigene Handeln auf andere hat. Die anderen im Blick zu behalten und offen zu sein, wenn verschiedene Meinungen aufeinandertreffen. Die Freiheit haben sich zu entfalten und Werte für sich selbst zu definieren und gleichzeitig meine Mitmenschen im Blick zu haben.

Werte, die so wichtig sind, Werte, die logisch erscheinen und gleichzeitig Werte sind, die gar nicht so einfach umzusetzen sind.

Und auch auf die Frage „Was können wir JETZT schon tun?“ waren die Antworten vielfältig:

Die FREUDE ins Zentrum rücken ist ein wichtiger Punkt. Und diese Freude am besten auch durch eine schöne Feier zur Eröffnung gebührend hochhalten.

Doch auch praktische Dinge, wie Ausmisten, aber auch das Neu-Sortieren, sind Punkte, die wichtig sind - auf der Ebene der Materialien und auch auf der Ebene der mentalen Vorbereitung (mehr Kinder, mehr Räume, mehr Lehrer - was macht das mit mir? Was macht das mit uns?).

Wünsche, die man hat, rechtzeitig äußern, immer wieder miteinander ins Gespräch gehen. Fragen stellen. Dies betrifft die Lehrkräfte der einzelnen Gruppen und Fächer ebenso wie die Schüler/innen und die Eltern. Eine Möglichkeit wären gemeinsame Projekte des Primar- und Sek-Teams. Der Ausbau der Patenschaften wie in der Primar wäre eine Idee - oder gar ein Tutorensystem zu etablieren. Grundsteine hierfür können gut jetzt bereits gelegt werden. Die Etablierung neuer Strukturen erfordert Vorbereitung von vielen Seiten.

Die Vorstellung der Räume und die geplante Nutzung ist vielen noch zu wenig klar.

Jeder darf in sich hineinhorchen und überlegen, wo er oder sie Bauchschmerzen hat und sich fragen, ob die Bereitschaft, die Veränderung anzunehmen, groß genug ist. Den Blick zu lenken auf die CHANCEN, die sich ergeben, ist enorm wichtig. Gleichzeitig zu all der Vorbereitung dürfen natürlich auch Gelassenheit und Entspannung präsent sein und bleiben.

Der Schlüssel für einen guten Start liegt wie so oft in guter Kommunikation.

Und der Kreis schließt sich durch die Antworten auf die Frage „Was wird anders sein als bisher?“

Die Antworten stecken voller Vorfreude und positiver Dinge. Doch auch eine gewisse Vorsicht und Bewusstsein für Konfliktpotential ist zu spüren: Wie gehen die Schüler miteinander um? Gerade auch auf dem Pausenhof und dem angedachten Kickplatz? Was macht die Nähe zu den anderen weiterführenden Schulen mit unseren Schüler/innen? Können die Primarschüler/innen sich gut behaupten und auch zurechtfinden? Welche Hilfestellung brauchen gerade die Jüngeren?

Durch gute Strukturen und vor allem häufige Treffen im Gesamtteam kann sicher vieles gelöst werden und schnell ein Gefühl von Verbundenheit entstehen.

Die Chancen, die sich durch dieses neue moderne Gebäude ergeben, sind wunderbar und alle freuen sich und sind gespannt. Dieses Gefühl nehmen alle mit und lassen sich davon tragen.

Welche Fragen stellen sich euch, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern, liebe Interessierte? Wann auch immer etwas euch unter den Nägeln brennt, sprecht mit uns. Wir freuen uns!

Und um den Bericht abzuschließen: Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde gesnackt und miteinander gesprochen. In Präsenz zusammen sein zu können, haben alle genossen. Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer für diesen gelungenen Nachmittag.

 

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R. Schaub, Elternbeiratsvorsitzende

Kontakt

  • Private Montessori-Schule
    des Montessori Förderkreises Rothenburg o.d.T.e.V. in Neusitz
  • Waldstraße 15
  • 91616 Neusitz
  • Telefon: 09861 / 87 90 0

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